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Norbert Hofmann fragt: Würdest Du einen Abriss der Waldsporthalle befürworten?

25. Februar 2026 Article Leserbrief Wolfram Theymann

Norbert Hofmann, Alt-Bürgermeister von Viernheim und Ex-Landrat des Kreises, hat mich in einem Leserbrief über die Zeitung persönlich angeschrieben und ein paar Fragen an mich gestellt. Sein Schreiben habe ich ebenfalls per Leserbrief im Tageblatt beantwortet.

In meiner Antwort bin ich nicht auf die einzelnen Fragen konkret eingegangen, da für die notwendige Antwort in der Zeitung kein Platz ist und es vermutlich in der notwendigen Ausführlichkeit auch nicht alle Leser gleichermaßen interessiert. Daher bin ich mit der konkreten Antwort auf die einzelnen Fragen auf meine Webseite ausgewichen. In der Politik wird oft genug die konkrete Antwort umschifft. Ich will mich da nicht einreihen.

Allerdings bin ich überzeugt, dass die Antworten Norbert Hofmann gar nicht interessieren, sondern dass das eigentliche Ziel seines Leserbriefs eher mit dem Wahlkampf zu tun habt. Es ging ihm wohl eher darum mich, als Person als auch das Bürgernetzwerk erneut zu diskreditieren.

Will ich die Waldsporthalle abreißen?

Zunächst einmal: Ich habe nie auch nur irgendetwas in die Richtung geäußert, die Waldsporthalle abzureißen. Ich habe die Waldsporthalle nie infrage gestellt, wie es Norbert Hofmann mir mit seiner Frage vielleicht unterstellen mag.

Ich habe allerdings gefragt, ob die Sanierung JETZT erfolgen muss, da es Überlegungen gibt, das Hallenbad in der Stadtmitte abzureißen und in der Nähe der Waldsporthalle neu zu errichten. Die Überlegungen sind noch nicht öffentlich, aber – Viernheim ist halt doch ein Dorf – man hört eben das eine oder andere und das eben auch von Politikern und Menschen in Betriebskommissionen in städtischen Unternehmen. Es ist noch keine Entscheidung gefallen, aber es wird wohl darüber diskutiert. Der Zeithorizont beträgt dabei bestimmt fünf bis zehn Jahre.

Wenn es längerfristige Überlegungen gibt, ein Ensemble aus Waldsporthalle, Hallenbad, Freibad und Amicitiagelände zu bauen, wäre es schlau, die Waldsporthalle nur dann für 3 Millionen jetzt zu sanieren, wenn sie an genau der Stelle stehen bleiben und der Rest sinnvoll drumherum gebaut werden kann. Wenn man jetzt für veranschlagte 3 Millionen Euro saniert und dann in fünf Jahren feststellt, die Waldsporthalle steht so im Weg, war die Sanierung rausgeschmissenes Geld.

Immerhin: Ein Ensemble aus Waldsporthalle, Hallenbad, Freibad und Amicitiagelände wäre ein kluges Unterfangen, wenn man es so baut, dass man sich bestimmte Einrichtungen teilen kann. Zum Beispiel die sanitären Anlagen. Wie wäre es, wenn sich die Besucher von allen vier Einrichtungen die sanitären Anlagen teilen könnten? Man brächte weniger zu bauen, zu pflegen und instandzuhalten. Man könnte sich zudem Parkplätze teilen oder eine einzige Wasseraufbereitungsanlage könnte im Sommer das Freibad und im Winter das Hallenbad bedienen. Ein solches Konzept macht also unbedingt Sinn!

Persönlich fänd ich es übrigens Schade, wenn das Hallenbad als einer der wenigen verbliebenen Publikumsmagnete auch noch die Innenstadt verlassen würde. Letzten Endes müsste man das abwägen und auch schauen, was stattdessen an die Stelle des Hallenbades in die Innenstadt kommt.

So, das war jetzt gar nicht Norbert Hofmanns Frage, aber in diesem Zusammenhang habe ich mich öffentlich über die Sanierung der Waldsporthalle geäußert.

Nun also konkret: Will ich die Waldsporthalle abreißen?

Wie würde der Jurist sagen? Kommt drauf an!

Um die Frage angemessen beurteilen zu können, brauche ich mehr Hintergrundinformationen. Diese erhalte ich aber nicht als normaler Bürger, auch nicht auf Nachfrage. Ich müsste mich also näher mit den bisherigen Schäden und Gründen für die Sanierung befassen.

Allgemein kann ich antworten, dass ich sie dann abreißen und neu bauen würde, wenn die Sanierungskosten einem Neubau zu nahekommen. Unter Fachleute heißt es, dass sich eine Sanierung nicht lohnt, wenn die Sanierung mehr als 60 bis 80 Prozent der Kosten eines Neubaus betragen. Erster Punkt also: Was kostet die Sanierung am Ende tatsächlich? Ist das noch wirtschaftlich? Wie teuer wäre ein Neubau oder eine so grundständige Sanierung, dass man danach eine wirklich neue Halle hat? Abgerechnet wird am Schluss und verantwortlich ist der Erste Stadtrat als zuständiger Dezernent. Wenn also Unvorhergesehenes dazwischenkommt, die Kosten plötzlich steigen oder Fehler gemacht werden, ist es schnell aus mit der bisherigen Wirtschaftlichkeitsbetrachtung. Gehen wir mal wohlwollend davon aus, dass das sachgerecht gemacht wurde.

Zweiter Punkt: Was erhalten wir als Ergebnis? Bei einem Neubau wäre man am Ende auf den neuesten Stand bei Dingen, die Sporthallen heutzutage so erfüllen müssen: Barrierefreiheit, Energieeffizienz, Brandschutz, Nutzungsflexibilität etc. Ich gehe mal davon aus, dass beim Brandschutz in den derzeitigen Planungen keine Abstriche gemacht werden und da wieder ein aktueller Standard hergestellt wird.

Doch wie ist es zum Beispiel mit der Energieeffizienz? Wird das große Dach gedämmt? Die Wände? Die große Frage ist, wie hoch werden nach der Sanierung die Betriebskosten sein im Vergleich zu einem Neubau? Die Betriebskosten begleiten uns die nächsten 50 Jahre! Es ist sinnvoll, die Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes auch von den laufenden Betriebskosten abhängig zu machen. Viele noch halbwegs modern wirkende Gebäude werden heute abgerissen, weil es preiswerter ist, ein Gebäude neu zu bauen und es mit günstigeren Betriebskosten zu betreiben. Das gehört zur Wirtschaftlichkeitsberechnung eines modernen Gebäudemanagements heute dazu.

Ob und in welcher Form das erfolgt ist, weiß ich nicht. Nochmal: Ich habe mich bisher gar nicht mit diesen Fragen am konkreten Beispiel der Waldsporthalle befasst und bin mit der Frage erst jetzt durch Norbert Hofmann konfrontiert worden.

Aber wir müssen im Kopf behalten: Das Ergebnis nach der Sanierung ist eine Halle, die zwar in Teilen für 3 Millionen Euro saniert wurde, aber eben imm ernoch eine alte Halle ist!

Auf meinen Einwand, ob die Sanierung JETZT notwendig ist, wurde entgegnet, dass die Halle sonst sofort schließen müsste. Ob da so ist, kann ich nicht beurteilen. Sonderbar in diesem Zusammenhang sind die „Erfolgsmeldungen“ der Stadt, dass die Sanierung nun erst ein halbes Jahr später begonnen werden kann und es toll ist, dass die Halle nun noch ein halbes Jahr länger für die Sportler und Sportlerinnen zur Verfügung steht. Wie das mit dem Einwand einer sofortigen Schließung zusammenpasst, weiß ich nicht.

Was die sanitären Anlagen angeht, frage ich mich, warum diese nicht schon viel früher angegangen worden sind. Wenn diese für die Nutzerinnen und Nutzer eine Zumutung darstellen, muss man als Stadt schon früher mal ein paar Euro in die Hand nehmen. Wenn man regelmäßig Teile in Ordnung bringt, ist das auch für die Lebensdauer eines Gebäudes insgesamt hilfreich.

Wie ist das mit den Sporthallen in Heppenheim?

Wie Norbert Hofmann mit seiner Frage, wie ich zu einem Abriss der Waldsporthalle stehe, gekommen ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Meine Vermutung wäre diese Geschichte hier:

Um der Frage nach Einsparungsmöglichkeiten auf den Grund zu gehen, habe ich Anfang 2025 die Haushalte verschiedener Städte miteinander verglichen. Für den Vergleich habe ich das gesamte Haushaltsvolumen durch die Anzahl der Einwohner geteilt und so die Gesamtausgaben pro Einwohner berechnet. Dabei habe ich festgestellt, dass Viernheim 3200 Euro pro Einwohner ausgibt, Heppenheim 3000 Euro und Heddesheim sogar nur 2800 Euro. Alles wohlgemerkt für 2025 und ein ganzes Jahr.

Auf diesen Vergleich hat Norbert Hofmann damals schon reagiert und behauptet, man könne Viernheim und Heppenheim nicht miteinander vergleichen. Die Heppenheimer hätten viele Viernheimer Einrichtungen nicht und würden neidisch auf Viernheim schauen. Dabei nannte er die Harbighalle sowie die Waldsporthalle als städtische Hallen. Vermutlich ist das seine gedankliche Verbindung zu der Ausgangsfrage.

Nach kurzer Recherche konnte ich feststellen, dass Sorgen um die Heppenheimer unbegründet sind, denn sie haben eine Vielzahl von Sporthallen zur Verfügung – in der Kernstadt Heppenheim UND in den einzelnen Vororten.

Norbert Hofmann warf dazu ein, dass es sich dabei um die Schulsporthallen und eben nicht um städtische Hallen handelt. Jetzt weiß ich nicht, ob es für Vereine eine Rolle spielt, wem so eine Halle gehört, die sie benutzen. Ich würde vermuten, dass es am Ende darum geht, dass jedem Verein ausreichend Hallenzeiten zur Verfügung stehen und die dürften in Heppenheim absolut vergleichbar sein.

Wenn es nur um ausreichende Hallenzeiten gehen würde, sind die Heppenheimer ziemlich schlau, wenn sie die Schulsporthallen des Kreises nutzen und die Kosten für Bau, Instandhaltung, Sanierung und Betrieb einfach den Kreis tragen lassen. Ob wohl weitere Bewertungskriterien Norbert Hofmann zu seinen Schlussfolgerungen gebracht haben?

Dasselbe Bild ergibt sich bei der Seniorenbegegnungsstätte. Heppenheim hat offenbar kein Haus mit dem Namen Seniorenbegegnungsstätte. Aber sie haben ein umfangreiches Angebot für Senioren von der Seniorenbetreuung, Seniorennachmittagen, Spielnachmittagen etc. Allerdings eben nicht in einem eigenen Haus, sondern sie nutzen dafür bestehende andere Räumlichkeiten. Also auch kein Grund zur Sorge!

Mir ging es bei dem Vergleich darum, nach möglichen Ansatzpunkten für Einsparungen zu suchen. Dabei spielt es für mich erstmal keine Rolle, wie gut es den Heppenheimern mit ihrem Gebäudebestand geht, sondern darum, ob ein vergleichbares Angebot vielleicht auch mit weniger Ressourcen dargestellt werden kann. Die Zahl der EIGENEN Gebäude könnte also ein Bewertungskriterium sein, mit dem wir in Viernheim den eigenen Gebäudebestand einmal überprüfen sollten. Belegungszeiten über den Tag, die Eignung für bestimmte Zwecke, aber auch wirtschaftliche Kriterien wie Betriebskosten etc. sollten in eine solche Analyse einfließen. Insofern ist das ein Ergenis für meines Vergleichs, das man nun noch weiter vertiefen kann.

Immerhin haben wir eine Menge eigener Gebäude, die Betriebskosten erfordern, die instandgehalten werden müssen etc. Interessanterweise sind viele Gebäude in Viernheim nicht auf dem aktuelle Stand, wenn man sich beispielsweise das Bürgerhaus mit seinem 70er/80er Jahre Charme anschaut und fragt ob dies eine attraktive Spielstätte für Kunst und Kultur ist. Oder den TiB mit den Waggons, die teilweise schon stillgelegt sind und eigentlich nur noch abgerissen und entsorgt werden können. Hier stecken also noch weitere finanzielle Risiken, die uns die kommenden Jahre sicherlich „überraschen“ werden!

Interessant dürfte auch ein tiefergehender Vergleich mit Heddesheim. Heddesheim hatte vor ein paar Monaten noch einen ausgeglichenen Haushalt, gerade ein neues Wohngebiet eingeweiht, eine neue Sporthalle gebaut und diverse weitere Investitionen getätigt. Bei ausgeglichenem Haushalt wohlgemerkt und 400 Euro geringeren Ausgaben pro Einwohner und Jahr. Ich denke schon, dass ein genauer Blick hier einiges Lernenswertes für uns bringen wird.

Solche Vergleiche sind in Wirtschaftsorganisationen üblich! Man entwirft aussagekräftige Kennzahlen und vergleicht sich dann mit anderen. Man kann so Entwicklungen erkennen und schauen, wo man selbst steht. Es gibt Stellen, die für öffenltiche Verwaltungen Kennzahlensysteme zur Verfügung stellen, wie die Bertelsmann Stiftung oder die KGST. Wenn man dann Unterschiede feststellt, lernt man durch den Blick darauf, was andere besser machen. Dann kann man entscheiden, ob und in welche Richtungen man sich gegebenfalls verändern möchte.

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